Unternehmenslisten – Dafür sind sie sinnvoll

Unternehmenslisten – Dafür sind Sie notwendig

Gründe für Listen von Unternehmen können vielfältig sein. Oft liegt hinter diesem Bedürfnis der Wunsch, ein Problem zu lösen. Gerade an Hochschulen ist für die Bearbeitung von Studienarbeiten viel Rohmaterial notwendig. Wer etwa über die Entwicklung von Unternehmen schreiben möchte oder eine vergleichende Studie schreibt, der wird sich diese Daten mühsam aus dem Internet (etwa Geschäftsberichte oder Pressemitteilungen) zusammen suchen müssen.

Aber auch für andere Unternehmen können Unternehmenslisten sinnvoll sein. Wer etwa sein Geld damit verdient, Daten zu verdichten, der benötigt viele Rohdaten. Diese können dann mithilfe von Algorithmen aufbereitet werden, um bestimmte Fragen zu beantworten. So können verdichtete Daten verwendet werden, um Cluster für Marketingaktionen zu bilden. Diese können nach Region gruppiert sein oder Unternehmensgröße. So könnte die Vertriebsabteilung eines B2B-Unternehmens diese Cluster verwenden, um gezielt eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Wer hingegen ohne Plan vorgeht, der wird Ressourcen verschwenden, weil er nicht die erfolgversprechenden potenziellen Geschäftspartner von den weniger erfolgversprechenden getrennt hat.

Apropos Algorithmen: Die gestiegene Rechenleistung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz können helfen, bestimmte Konstellationen im Markt aufzudecken. Wer etwa viele Unternehmensdaten analysiert und diese mit Insolvenzen korrelieren, der kann damit vielleicht Frühwarnsysteme entwickeln, die ein Unternehmen identifizieren, welches in der Gefahr schwebt, pleitezugehen. Das wäre zum Beispiel für Risikoabteilungen in Unternehmen, aber auch Aktienanalysten und Fondsmanager interessant.

Worauf sollte man bei Unternehmenslisten achten?

Hier kommt es natürlich darauf an, wofür man die Liste benötigt. Zum Beispiel könnte jemand, der eine Masterarbeit über die größten Unternehmen in Deutschland schreibt, eben genau das suchen müssen: Eine Liste größter Unternehmen in Deutschland. Wer allerdings für Marketing-Maßnahmen eine bestimmte Nische benötigt, der wird wiederum nur einen Ausschnitt des Marktes brauchen. Je mehr Attribute die Liste hat, desto flexibler kann man diese nutzen. Oft kommt man erst bei der Durchsicht einer Liste darauf, welche weiteren Fragen beantwortet werden könnten.

Wichtig bei der Auswahl einer Liste ist der Vertrauenswürdigkeit. Nur wenn die Daten akribisch gesammelt wurden und zu einhundert Prozent richtig sind, kann man sich darauf verlassen, dass Schlussfolgerungen, die auf diesen Daten basieren, zumindest nicht wegen einer fehlerhaften Datenlage unrichtig sind. Fehlerhafte Daten können je nach Anwendungsfall zu unterschiedlichen Problemen führen: Handelt es sich um eine einfache Hausarbeit, die von niemandem als Grundlage für eigene Forschung verwendet wird, dann werden fehlerhafte Daten wohl niemandem auffallen. Kommt die Arbeit aber aufgrund der fehlerhaften Daten zu einer Schlussfolgerung und diese falsche Annahme wird dann von weiteren Studienarbeiten als gegeben gesehen, dann können sich die Fehler immer weiter aufschaukeln und fortsetzen. Jeder kennt bestimmt das Beispiel, dass jahrzehntelang angenommen wurde, Spinat habe einen hohen Anteil an Eisen. Leider war die Berechnung fehlerhaft (das Komma wurde von den Forschern falsch gesetzt) und deshalb ist man davon ausgegangen, Spinat wäre viel gesünder, als es tatsächlich ist (zumindest was den Anteil an Eisen angeht).

 

Welche weitere interessante Fakten über Unternehmen sind sinnvoll?

Neben Listen gibt es selbstverständlich noch weitere interessante Quellen, je nachdem welchen Zweck man verfolgt. Gerade für Anleger, die nach Fundamentalanalyse vorgehen, sind neben der reinen Zahlengläubigkeit weitere Informationen nötig. Folgende Aspekte kann man dabei verfolgen: Geschäftsberichte, Pressemitteilungen und Interviews. Gerade das, was zwischen den Zeilen steht, ist wichtig. Gibt sich der Vorstandsvorsitzende einer Aktiengesellschaft zuversichtlich? Was machen andere Unternehmen, die zu dem betrachteten Unternehmen in Konkurrenz stehen? Hier sollte man auf jeden Fall jede Chance nutzen. Denn Zahlen alleine geben zwar einen objektiven, aber dennoch unvollständigen Blick auf ein Unternehmen preis.

Persönliche Gespräche sind auch wichtig. Dies ist ähnlich wie bei einem Interview. Man bekommt aber noch weitere nonverbale Signale. So kann ein Unternehmen auf dem Papier zwar gut dastehen, die Stimmung im Unternehmen aber gedrückt. Diese Stimmung könnte etwa dazu führen, dass Spitzenkräfte abwandern und das Unternehmen schnell unrentabel wird.