Umweltfreundliche Innovationen im Bereich Verpackungen

Im pazifischen Ozean schwimmt bekanntlich ein gigantischer Koloss aus Plastikmüll, so groß wie Mallorca ist er. Die Strömungen der Weltmeere treiben Kunststoffe dort zusammen. Unter der Arktis und im Meer allgemein verseucht Mikroplastik das Wasser und auch die Fische, die wir wiederum essen. Das kann so nicht weitergehen. In Sachen Verpackungen und Plastik muss etwas geschehen. Zum Glück gibt es immer wieder Innovationen, die auf diesem Gebiet gute Nachrichten für die Umwelt bedeuten.

Neue Technologien im Bereich der Lebensmittelverpackungen

In der letzten Zeit wurden vermehrt Untersuchungen darüber durchgeführt, welchen Einfluss die Verpackung auf die Haltbarkeit und Qualität von Essen hat. Es zeigte sich, dass der Aufbau und die Form eine Rolle spielt. Bei den Materialien konnten jedoch biologisch abbaubare, umweltfreundliche Lösungen gleich gute Ergebnisse erzielen wie Materialien, die bisher zum Standard gehören. Gleichzeitig gibt es neue Verfahren der Herstellung, mit dem sich Plastik in hohem Maße einsparen lässt. Aber der Reihe nach…

Nachhaltige Verpackungen – was bringen sie?

In Deutschland kursiert jeden Tag Plastik in Form von Verpackungen. Tonnenweise landet es im Müll, nach nur einmaligem Gebrauch. Tüten, Müllbeutel, Verpackungen für Spielzeug, Luftpolstertaschen für die Post, Frischhaltefolie. Alle möglichen Dinge werden darin aufbewahrt.  Zum einen um sie frisch zu halten, zum anderen um sie unbeschadet zu transportieren. Eine der Dinge, die mit am meisten Plastik verursachen sind jedoch Verpackungen für Lebensmittel, vor allem für Fleisch.

Hierzulande leben zwar immer mehr Menschen vegetarisch oder vegan, das hinterlässt Spuren in den Absatzmengen. Aber ein Großteil der Bürger kauft eben immer noch ordentlich Fleisch ein. Diese Produkte gehören zu den höchst verderblichsten. Daher werden an Verpackungen ganz besondere Ansprüche gestellt in Sachen Hygiene und Sterilität. Aktuell sind es vor allem Skin-Folien und MAP-Verpackungen, die zum Einsatz kommen. Diese wurden in den letzten Jahren untersucht. Einmal mit gewöhnlichem Kunststoff. Ein anderes mal mit biobasierten Folien. Dabei zeigte sich, dass die abbaubaren MAP-Verpackungen die gleiche Leistungsfähigkeit erzielen wie PVC. Zudem wurde auch geprüft, ob sie mit dem bestehenden Maschinenpark produziert werden könnten. Auch hier gibt es gute Nachrichten, ja es geht. In nächster Zeit darf die Gesellschaft auf Umstellungen in Richtung mehr Nachhaltigkeit hoffen.

 

Neue Verpackungsmethoden sparen Material

Verbesserungen am Material sind das eine. Eine zweit Option ist es Lösungen zu finden dafür, damit schlichtweg weniger Verpackungsmaterial benötigt wird. Auch hier gibt es Innovationen. Die Firma Feneberg zum Beispiel hat eine Idee gehabt, mit der sich 70% Verpackung einsparen lässt. Das geht so: normalerweise wird Hackfleisch in Hartschalen transportiert auf einer Europalette. Nun ist man dazu übergegangen es in einem dünnen Schlauchbeutel aus Folie einzuschweißen. Das ist ähnlich stabil und hygienisch absolut einwandfrei.

Am besten ist es, wenn beide Methoden miteinander kombiniert werden. Dann hätte der Planet am meisten davon.